Marokko
Marokko ist aktuell eines der begehrtesten Reiseländer und das nicht ohne Grund. Die vielfältige Landschaft, das milde Klima, sonnige Strände, würzige arabische Gerichte und herzliche Menschen – eine bunte Vielfalt, die Reisende vor allem aus dem nahen Europa anzieht. In diesem Beitrag erzähle ich dir, warum man Agadir, eine moderne und zugleich traditionelle Stadt im Süden des Landes gesehen haben sollte und welche Ausflüge empfehlenswert sind.

Bevor ich dir von den besten Ausflugstipps in und um Agadir erzähle, hier noch ein paar allgemeine Informationen zu Marokko. Möchtest du direkt zu den Ausflugstipps springen, klicke gerne im Inhaltsverzeichnis auf das entsprechende Kapitel.

Über Marokko

Bis vor Kurzem hatte ich an Marokko als mögliches Reiseziel nicht gedacht. Ein Land in Afrika, mehr wusste ich darüber nicht.  Bis mir Anfang dieses Jahres eine Freundin von diesem bezaubernden afrikanischen Land erzählt hat. Traumhafte Sandstrände, kilometerlange unberührte Küstenstreifen, Wanderungen im hohen Atlasgebirge, Erkundungstouren in die Wüste, Kamele, Surfen, köstliches arabisches Essen und nicht zuletzt herzliche und offene Menschen – klingt verlockend herrlich, nicht wahr?

In Marokko werden Kindheitsträume wahr: Kamelreiten in der Wüste zählt zu den beliebtesten Ausflugsaktivitäten.

Das Königreich Marokko ist tatsächlich ein sehr vielfältiges Land und hat so einiges zu bieten – mehr dazu erzähle ich im nachfolgenden Absatz. Den meisten ist allerdings hauptsächlich Marrakesch ein Begriff, die quirlige Stadt am Rande des Atlas-Gebirges, wohin seit Jahren unzählige Flugverbindungen bestehen. Marrakesch ist übrigens nicht die Hauptstadt, wie viele glauben, diese und der Sitz des Königs liegen in Rabat.

Wer eine Reise nach Marokko plant, sollte sich bewusst machen, dass er in ein muslimisches Land reist. Marokko orientiert sich zwar sehr stark am Westen, unterhält viele Handelsverbindungen zu Europa und ist sehr aufgeschlossen, doch fühlen sich die Menschen sehr verbunden mit ihren Traditionen und ihrem Glauben. Möchte man in dieses Land reisen, sollte man sich demensprechend respektvoll verhalten.

Anreise und Unterkunft in Agadir

Gemeinsam mit Réka, meiner lieben Freundin, organisieren wir im Jänner 2023 einen 14-tägigen Trip nach Agadir, um die Schönheiten des Südens zu entdecken. Da wir beide unser eigenes Online-Business zu betreuen haben, planen wir uns auch ausreichend Zeit zum Arbeiten ein und mieten eine hübsche AirBnB-Wohnung in der Stadt mit guter Internetverbindung. Agadir ist stärker auf Tourismus ausgerichtet, als ich mir erwartet hätte. Das Angebot an Wohnungen auf AirBnB ist ebenso umfangreich wie jenes an Hostels und Hotels auf anderen namhaften Plattformen.

Angereist sind wir mit einem Direktflug von Valencia mit nur zwei Stunden Flugzeit. Vom Flughafen zur Unterkunft gebracht hat uns ein Flughafentransfer, der, je nach Verkehrsaufkommen, etwa 45 Minuten dauert und circa 20 Euro kostet.

In Agadir findet man Unterkünfte aller Art. Luxeriöse Hotels, preisgünstige Hostels, innerstädtische Privatwohnungen oder Villen. Wir entscheiden uns für ein schönes Apartment fernab vom touristischen Strand, dafür inmitten der Einheimischen.

TIPP:
Seit dem Ende des letzten Lockdowns wurden zahlreiche direkte Flugverbindungen von vielen europäischen Städten nach Agadir aufgenommen. Vor allem Ryanair fliegt seit 2023 verstärkt hierher und der Service der Fluglinie hat sich meiner Meinung nach stark verbessert. Tickets gibt es bei Ryanair bereits ab circa 20 Euro ab Valencia (One way und außerhalb der Hochsaison) – Achtung, hier ist nur ein kleiner Rucksack im Preis inkludiert. Mit einem Handgepäckskoffer kostet eine Flugrichtung circa 50 Euro, was ich immer noch als sehr günstig empfinde. Außer einem (nicht frei wählbarem) Sitzplatz darf man sich dabei allerdings keinen Service erwarten.

Sprache, Währung und Sicherheit

Schnell stellen wir fest, dass die Menschen hier ausgesprochen aufmerksam und aufgeschlossen gegenüber Ausländern sind. Vor allem als Frauen haben wir hier wohl einen kleinen Bonus, denn man trägt uns überall auf Händen. Gleich ums Eck unseres Apartments liegt ein modernes Kaffeehaus, dem wir fast täglich einen Besuch abstatten und die Kellner plaudern höchst interessiert mit uns, was allerdings oftmals zur unterhaltsamen Herausforderung wird, da sie nicht immer Englisch sprechen. Überrascht sind wir, dass einige sogar einfaches Deutsch oder Spanisch beherrschen.

Die Landeswährung ist in Marokko der Dirham, entweder mit DH oder MAD abgekürzt. Aktueller Wechselkurs (Jänner 2023) liegt bei 1 Euro = 11 Dirham. In touristischen Gegenden werden häufig Preise auf mitteleuropäischen Niveau verlangt, was für den durchschnittlichen Marokkaner natürlich kaum leistbar ist. Abseits der Touristenregionen zahlt man für ein und dasselbe Gericht meist um 50-70% weniger. Zur Orientierung: der Mindestlohn in Marokko liegt 2023 bei 230 €/Monat, ein Bankangestellter oder Anwalt verdient durchschnittlich etwa 1.200 €/Monat.

Vor Reisebeginn hören wir wieder einmal Horrorgeschichten darüber, wie gefährlich das Land denn nicht sei und wir äußerst vorsichtig sein sollten. Was sich vor Ort natürlich als absoluter Blödsinn herausstellt. Natürlich gibt es hier wie in jeder größeren Stadt Taschendiebstahl und man sollte sich ebenso nachts von dunklen Gassen fernhalten. Aber Agadir ist um nichts gefährlicher als andere europäische Städte. Meine Erfahrung lehrt mich sogar, dass es hier wesentlich sicherer ist als anderswo. Die Menschen sind gutmütig, offenherzig und äußerst hilfsbereit. Frauen werden mit größtem Respekt behandelt.

Achtsam sollte man jedoch bei Souvenir-Einkäufen sein. Teil der Kultur ist es zu handeln und die Marokkaner beherrschen das Spiel perfekt. Was für uns Mitteleuropäer als angemessener Preis erscheint, ist auf marokkanischem Niveau deutlich zu hoch. Der vom Verkäufer genannte Preis ist grundsätzlich um mind. 50% zu hoch angesetzt und es wird vorausgesetzt, dass der Käufer mit ihm handelt. Also gerne auf das Spiel einsteigen und sich nicht über den Tisch ziehen lassen 😉

Auf den Märkten um den Preis zu handeln, zählt zur marokkanischen Kultur. Man darf und soll hier gerne feilschen.

TIPP:
Verständigung:
Amtssprachen sind in Marokko Arabisch und Französisch. Englisch ist bei jüngeren bereits weit verbreitet, doch die Älteren sprechen kaum Fremdsprachen. Wir helfen uns meist mit Google Translater weiter, das klappt ganz gut, sofern man Zugang zum Internet hat. Auch Speisekarten lassen sich dank Google Lens und der Übersetzungsfunktion verständlich machen.

Kartenzahlung: in Marokko kann kaum mit Karte bezahlt werden, vor allem kleinere Restaurants und Geschäfte akzeptieren nur Bargeld. Sämtliche marokkanischen Banken verlangen bei der Bargeldbehebung am Bankomaten eine Gebühr von etwa 3-4 Euro unabhängig des abgehobenen Betrages.

Trinkgeld: Aufgrund des sehr niedrigen Lohnniveaus sind die Marokkaner beinah schon angewiesen auf Trinkgeld. Angebracht sind um die 10% des Rechnungsbetrages, im Restaurant ebenso wie bei Taxifahrten.

Ausflüge in und um Agadir

Kommen wir zum schönsten Teil dieses Beitrages: welche Sehenswürdigkeiten gibt es zu bestaunen, was zu erleben und welche Ausflüge sollte man unbedingt gebucht haben!

Agadir ist eine moderne marokkanische Stadt mit ebenso tief verwurzelten Traditionen. Der Tourismus ist in den letzten Jahren stark gewachsen und zählt mittlerweile auch hier zu den Haupteinnahmequellen der Einheimischen. Die Marokkaner sind stets bemüht, Besuchern einen tollen Eindruck ihres Landes zu vermitteln und bieten dementsprechend auch sehr interessante Aktivitäten an.

Jedenfalls würde ich dazu raten, Ausflüge immer über eine Agentur zu buchen. Vor allem am touristisch belebten Strand bieten viele Kamel- oder Pferdereiten an, meist aber zu überhöhten Preisen und die armen Tiere müssen ganztags in der prallen Sonne bereitstehen.

TIPP:
Wir haben unsere Ausflüge im Jänner über Okeytours gebucht und waren sehr zufrieden. Preis/Leistung passt, die Guides immer sehr aufmerksam und kompetent, der Service stets top. Mittlerweile kennen wir nicht nur die Guides recht gut, sondern auch den Chef und können die Agentur von Herzen weiter empfehlen. (Nicht bezahlte Werbung, sondern eine persönliche Empfehlung basierend auf meinen eigenen Erfahrungen)

Möchtest du so richtig tief in die marokkanische Kultur eintauchen? Dann empfehle ich dir, dich bei bei meiner Freundin Réka persönlich zu melden. Sie lebt nun in Agadir und kennt die schönsten Plätze und besten Insidertipps. Sie hilft dir gerne weiter, deinen Urlaub in ein unvergessliches Erlebnis zu verwandeln: Morocco with Réka

Citytour Agadir

Die marokkanische Küstenstadt hat nicht nur weitläufige Strände zum Sonnenbaden und Surfen zu bieten, sondern auch eine wunderschöne Altstadt. Genau genommen sogar zwei davon, denn die ursprüngliche Altstadt, die Oufella Kasbah, am nahe gelegen Hügel wurde 1960 bei einem großen Erdbeben komplett zerstört. Dennoch ist sie touristisch sehr sehenswert, was ich dir gerne hier in einem eigenen Abschnitt erzähle.

In der dreistündigen Stadtführung um ca. 17 € pro Person besuchen wir die beeindruckende Moschee Mohamed V von Agadir, Schlendern durch die Altstadt und probieren köstliche frisch gebackene Sfenj – das sind Hefe-Kringel ähnlich unseren Krapfen in Öl gebacken – eine kleine Sünde die man unbedingt probiert haben muss! Unser Guide kennt hier natürlich den absoluten Insiderplatz, wo wir sogar beim Backen zusehen können. Ein faszinierendes Handwerk, welches leider immer mehr und mehr von den maschinellen Produktionen abgedrängt wird.

Die Mohamed V im Zentrum von Agadir ist eines der beeindruckenden Highlights der Citytour.
Mmmmhhhhh... diese köstlichen, frisch gebackenen Sfenj muss man einfach probiert haben.

Souk El Had

Weiter geht es in den Souk El Had, dem großen Markt von Agadir. Dieser Markt ist mit nichts zu vergleichen, was ich aus Österreich kenne – er ist riesig. Hier werden Waren aller Art geboten: Kleidung, Schuhe, Möbel – die meisten echte Handarbeit, Obst, Gemüse, Souvenirs, Arganölprodukte, Seifen, gefochtene Körbe, Gewürze. Erstmal bin ich ziemlich geflashed beim Betreten, denn auf soviel bunte Vielfalt war ich nicht eingestellt. Alle meine Sinne sind plötzlich aktiv – nicht nur das Farbenspiel beindruckt, auch die vielen duftenden Gerüche nach Gewürze, Holz und Seifen und die Rufe der Marktverkäufer klingen an mein Ohr. Ein unglaubliches Schauspiel! Auch hier gilt wieder: es darf gehandelt werden und ist sogar erwünscht.

Am Souk El Had, dem größten Markt in Agadir findet man alles, was das Herz begehrt.
Beim ersten Betreten des Souk sind wir erstmal geflashed von den vielen Sinneseindrücken, die auf uns einstürmen. Das verfliegt jedoch schnell und wir genießen - mit all unseren Sinnen - den Spaziergang durch den Markt.

Arganölfabrik

Auch würde der Besuch einer Arganölfabrik am Plan stehen, doch den lehnen wir dankend ab, da wir bereits anderorts Einblicke in die Arganölkultur bekommen haben.

Als abschließendes Highlight der Stadtführung fährt unser Guide mit uns zur Oufella Kasbah hinauf. Der Tag neigt sich bereits dem Ende zu und die Sonne beginnt über dem Meer am Horizont unterzugehen. Schon bei Tageslicht ist der Ausblick von hier oben über die Stadt Agadir spektakulär, doch im roten Licht des Sonnenuntergangs wirkt es umwerfend.

Von der alten Festung Oufella am Hügel vor Agadir aus, erlebt man einen märchenhaft schönen Sonnenuntergang.

Oufella Kasbah

Die Kasbah von Agadir ist eine alte Festung, welche ursprünglich 1540 zur Verteidigung gegen die Portugiesen auf einem Hügel errichtet wurde. Innerhalb der Festungsmauern entstand das erste bewohnte Stadtviertel von Agadir. Leider wurde die Anlage bei einem heftigen Erdbeben 1960 völlig zerstört und nur mehr ein Teil der äußersten Festungsmauer konnte erhalten werden. Dennoch ist die Kasbah auch heute noch ein beliebtes touristisches Ziel. Entlang der Festungsmauer wird anhand von Schautafeln die Historie der Oufella Kasbah erzählt, was einen interessanten Einblick in die Geschichte von Agadir gibt.

Die Schautafeln vor den Überresten der alten Festung Oufella geben einen interessanten Einblick in die Geschichte Agadirs.

Doch der Anziehungsmagnet ist wohl eher die fantastische Aussicht von hier oben. Man überblickt Agadir in seiner vollen umfassenden Ausdehnung, vom Strand entlang bis ins Landesinnere. Schwenkt an den Blick nach rechts, breitet sich das Meer bis zum weiten Horizont vor einem aus. Vor allem im wunderschönen Abendrot der untergehenden Sonne ein beeindruckendes Naturschauspiel.

Es gibt drei Möglichkeiten, um auf die Kasbah zu gelangen: zu Fuß, mit einem Tourguide oder mit der Seilbahn. Mit der Seilbahn schwebt man 15 Minuten lang auf einer Länge von 1.700 Metern über die Stadt hinauf auf die Oufella Kasbah.

Eine der Aufstiegsmöglichkeiten auf die Oufella ist eine 20-minütige Fahrt mit der Seilbahn. Spektakuläre Ausblicke inklusive.
Nach Sonnenuntergang zeigt sich Agadir in einem schimmernden Lichtermeer, das sich elegant an das Meer schmiegt.
Auch der Blick vom Strand auf die Oufella ist sehr romantisch. Der leuchtende Schriftzug bedeutet "Gott, Land, König"

TIPP:
Der beste Zeitpunkt für einen Besuch der Kasbah ist kurz vor Sonnenuntergang. Somit kann man den Ausblick bei Tageslicht genießen und kommt auch in den Genuss eines umwerfenden Sonnenuntergangs. Sonnenuntergänge sind in Agadir übrigens fast immer wunderschön leuchtend rot-orange.

Marina Agadir

Die Marina zählt zu den luxuriösen Vierteln von Agadir, wo sich wohlhabende Marokkaner und Touristen gleichermaßen treffen. Wir haben das Glück, hier gratis eine Nacht in einem AirBnB Apartment übernachten zu dürfen, da es Probleme mit dem von uns reservierten gibt und wir hierher kurzfristig übersiedelt werden. Wir staunen nicht wenig über das plötzlich veränderte Ambiente, welche sich uns nur wenige Kilometer entfernt von unserem vorherigen Apartment im Zentrum der Stadt bietet. Hübsch hergerichtete und gepflegte Wohnhäuser reihen sich nebeneinander,  vor den Häusern parken meist Autos höherpreisiger Marken, wie man sie sonst in Marokko nur sehr selten sieht.

Zu Fuß ist die Marina jederzeit zugänglich und lohnt sich für einen Spaziergang. Hier findet man einige (luxuriösere) Shoppingmöglichkeiten und ausgezeichnete Restaurants auf europäischem Niveau. Ebenso beeindruckend sind die im Hafen liegenden Yachten, wobei ganz leicht ins Träumen kommt.

Die Marina von Agair ist modern und strahlt einen gewissen Luxus aus. Sie ist frei zugänglich und ein Besuch verbunden mit einem leckeren Abendessen ist zu empfehlen.

Sportliche Aktivitäten

In Agadir werden zahlreiche Ausflüge in Kombination mit sportlicher Betätigung angeboten.

Kamelreiten

Highlight in Marokko sind natürlich die Kamele und ein Kamelritt sollte unbedingt mit am Programm stehen. Wie oben bereits erwähnt, empfehle ich nicht, einen Ritt bei den Anbietern am Strand zu buchen, da diese meist überteuert sind und wenig für das bezahlte Geld bieten. Lieber bei einer Agentur mit guten Referenzen buchen und gute Leistung erhalten.

Aus eigener Erfahrung kann ich nicht vom Kamelreiten in Agadir berichten, da wir dies inkludiert hatten bei unserer 3-Tages-Wüstentour nach Merzouga. Das Erlebnis eines Kamelritts  ist einfach umwerfend. Alleine der Aufstieg auf das Tier, wenn es vor dir auf den Knien liegt und sich auf Kommando seines Führers plötzlich hin und her schwankend erhebt. Im Sattel fühlt man sich sehr sicher und an den leicht schwankenden Gang des Kamels gewöhnt man sich schnell. Die Tiere sind sehr gutmütig und die meisten lassen sich nach dem Ritt auch gerne mal knuddeln.

Kamele gehören zu Marokko wie Sand zum Meer. Dieses Vergnügen sollte man sich nicht entgehen lassen.

Sandboarden

Wer sich gerne auf einem Board bewegt, wird hier seinen Spaß dabei haben. Im Zuge eines Halbtagesausfluges fährt man in die Dünen und surft die sandigen Hügel hinab. Das steht definitiv auch noch auf meiner bucket list!

Quad-Tour

Ebenso als Halbtagesausflug organisiert ist die Tour mit dem Quad. Bei mir ebenfalls noch auf der bucket list für den nächsten Marokko-Besuch, hat sich meine Freundin Réka das Abenteuer schon gegönnt und schwärmt in vollen Zügen davon.

Surfen

Wassersportler verbinden Marokko augenblicklich mit Surfen, denn entlang der gesamten Küste findet man traumhafte Spot mit perfekten Wellen vor, sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene. Einige der besten Spots liegen unmittelbar in der Nähe von Agadir, wie zum Beispiel Anza, das kleine Fischerdorf unmittelbar im Norden von Agadir und etwas weiter weg der weithin bekannte Spot Taghazout.

Vielen, denen wir auf unserer Reise begegnet sind, haben sich dem Abenteuer Surfen hingegeben und in den höchsten Tönen von den marokkanischen Spots geschwärmt.

Rund um Agadir liegen die besten Surfspots des Landes, der bekannteste davon ist mit Abstand Taghazout, das Surferparadies.

Tages- und Mehrtagesausflüge

Von Agadir aus werden auch viele mehrtägige Ausflüge angeboten. Hier kann man wählen zwischen Wüstentouren in die Sahara inklusive Übernachtung im Luxus-Wüstencamp, Ausflüge in das Hohe-Atlas-Gebirge, Besuche von traditionellen Berber-Städten, Städtetrips nach Marrakesch oder Essaouira, und vieles mehr.

Darüber hier zu berichten, würde den Rahmen sprengen, dazu erzähle ich in einem anderen Beitrag mehr darüber.

Im Landesinnerern vom Marokkko gibt es viele alte, tradionelle Städte zu besichtigen. Sehr viele davon sind Berber-Städte, die ursprünglich gelebte Kultur, bevor die Araber nach Marokko kamen.

Badestrände

In Agadir gibt es natürlich auch traumhaft schöne, langgezogene Sandstrände, an denen man herrlich entspannen kann. Im zentral gelegenen touristischen Strandabschnitt findet man wie in vielen Ländern Sonnenliegen und Schirme zum Mieten. Hinter der sehr modern gestalteten Strandpromenade reihen sich die Hotels aneinander und laden auch zu einem gemütlich Drink auf der Terrasse ein. Hier ist es auch kein Problem, sich genüsslich im Bikini am Strand zu tummeln.

Am Stadtstrand von Agadir treffen sich Touristen ebenso wie Einheimische, um die Sonne und das Meer zu genießen.
Hinter mir erstreckt sich die Strandpromenade mit Hotels und Restaurants.
Zum Zeitpunkt unseres Besuchs im Jänner kann man meterweit ins Wasser laufen - bis plötzlich aus dem Nichts eine schwungvolle Welle kommt und man bis zur Hüfte nass ist 😅

Wer eher naturbelassene Strände sucht, muss mit dem Bus, Taxi oder Mietauto an den Stadtrand oder sogar darüber hinaus fahren. Dort findet man oft Natur pur und kaum Touristen. Marokko ist, wie schon oben erwähnt, obwohl aufgeschlossen und modern, dennoch ein sehr traditionelles Land und die Menschen dem muslimischen Glauben sehr verbunden. An Stränden, die zu einem kleinen Fischerdorf gehören, sollte man sich daher respektvoll kleiden – auch am Strand. Angebracht sind hier zumindest knielange Hosen oder Röcke und ein den Oberkörper bedeckendes Shirt.

Am Strand von Anza, einem Fischerdorf gleich nördlich von Agadir, trifft man hauptsächlich auf Einheimische und Surfer. Hier sollte man besonders darauf achten, sich respektvoll gegenüber der muslimischen Kultur zu verhalten.
Der Strand von Anza hat mich verzaubert - ich liebe es, hier zu sein und die Natur zu genießen.
Es wird magisch, wenn die Ebbe abends die Unterwasserwelt freilegt.
Die abendlichen Besuche am Strand versetzen mich in eine faszinierende Märchenwelt ❤️
Es kann durchaus vorkommen, dass man tierische Begleitung bekommt. Es gibt in Marokko sehr viele Hunde und Katzen, die auf der Straße leben müssen. Sie freuen sich über etwas Aufmerksamkeit und Gesellschaft.